
Die neue Anschlussnorm für Kleinsterzeuger sieht keine Begrenzung der DC-Leistung vor, wohl aber maximal 800 W Erzeugungsleistung. Mit einem technischen Leitungsschutz gibt es aber eine Möglichkeit, eine mittelgroße Eigenverbrauchs-Solaranlage ohne Elektriker zu bauen, deren Legalität bisher noch niemand angefochten hat. Diese Möglichkeit besteht bereits seit 2023. Marcus Vietzke brachte sie mit seiner Firma Indielux und dem intelligenten Leistungsüberlastschutz „ready2plugin“ anlässlich des Norm-Updates wieder ins Gespräch. Die Technik regelt dynamisch auf 800 W durchschnittliche Leistung ein, schützt die Leitungen vor Überlast und erlaubt im Haus die kurzzeitige Entnahme höherer Leistungen bis 2,3 kW. Damit erreichen solche Anlagen ähnliche Eigenbedarfsdeckungen wie herkömmliche fest installierte Solaranlagen gleicher Größe, brauchen aber keinen Elektriker und kosten daher rund 40 Prozent weniger.
heise online, 23. April 2026