
Kleine Mini-Solaranlagen für Balkon oder Terrasse dürfen nun in Deutschland betrieben werden. Damit eröffnet sich auch für Mieter die Möglichkeit, erneuerbare Energien zu erzeugen. Eine typische Anlage besteht aus ein bis zwei Modulen. Die kleinsten Vertreter haben eine Leistung von circa 150 Watt, die größten von 600 Watt. Experte Vietzke macht eine Beispielrechnung auf: Eine steckbare Solaranlage mit 270 Watt inklusive Zubehör und Lieferung gebe es bei seriösen Händlern für rund 470 Euro. Im besten Fall produziert das Gerät jährlich 300 Kilowattstunden Strom für je 7 Cent und vermeidet den Bezug von Netzstrom für 29 Cent pro Kilowattstunde. Das kann bei aktuellen Strompreisen 87 Euro pro Jahr Ersparnis bedeuten. Das Gerät würde sich auf Basis dieser Rechnung nach fünf Jahren amortisiert haben. Wenn sich die Strompreisentwicklung der vergangenen 25 Jahre fortsetzt, mache das 2326 Euro Gewinn. Dies entspricht einem effektiven Jahreszins von 6,6 Prozent. Besteht Brandgefahr oder eine Gefahr durch Überspannungsschäden? Nein, betont Vietzke. Er bezieht sich auf Untersuchungen, nach denen mit 600 Watt aus zwei Solarmodulen nicht genug Energie zugeführt wird, um eine fehlerfreie Elektroinstallation zu überlasten. Dies zeigen auch die Erfahrungen mit rund 250.000 steckbaren Solargeräten in anderen europäischen Ländern.
ntv.de [Ratgeber] (ntv Nachrichtenfernsehen GmbH), 13. Dezember 2017