
Die abschließende Norm für Solarsteckdosengeräte wird voraussichtlich 2020 vorliegen. Bis dahin garantiert ein Standard der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) den sicheren Betrieb. Diese soll für alle Produkte einheitliche Standard für den sicheren Betrieb gewährleisten.
„Die Norm wird nicht mehr in diesem, aber voraussichtlich im nächsten Jahr kommen.“
– sagte Marcus Vietzke dem Solarserver. Vietzke vertritt die DGS in der verantwortlichen Kommission. Verbraucher sollten aber auf keinen Fall so lange warten, um sich ein PV-Modul zum Einstecken in die Dosen anzuschaffen. Schon jetzt verfügten viele Produkte über den DGS-Sicherheitsstandard, der den verlässlichen Betrieb garantiere. Ende April war eine andere zentrale Norm, die VDE-AR-N 4105, novelliert in Kraft getreten. Seitdem können Verbraucher Steckdosen-Solargeräte zur privaten Stromerzeugung bis zu einer Gesamtleistung von 600 Watt selbst beim Netzbetreiber anmelden, statt wie dato über einen Elektroinstallateur. Die Novelle war der zweite Erfolg der DGS-Arbeitsgruppe Pvplug für die dezentrale und bürgernahe Solarenergie. 2017 hatte das Team bereits erreicht, dass die PV-Module an normale Haushaltsstromkreise angeschlossen werden dürfen. Einsprüche von mehr als 900 Bürgerinnen und Bürger hätten nun dazu geführt, dass durch die jüngste Novelle eine zweite zentrale Normungs-Hürde beseitigt wurde.
solarserver.de, 30. April 2019