
Eine kleine Photovoltaikanlage auf dem Balkon aufstellen, an eine Steckdose stöpseln und der erzeugte Solarstrom speist direkt Kühlschrank oder Waschmaschine. Ganz so einfach ist es aber in der Praxis nicht. Damit das Hausnetz vom Minikraftwerk nicht überlastet wird, muss zuerst die Kapazität der Leitung hinter der Steckdose geprüft werden.
„Der allgemeine Normungsvorschlag ist ja der: Es kommt ein Elektriker, der prüft die Reserve der Installation, wenn keine da ist, stellt er sie her durch eine kleinere Sicherung und dann setzt er eine Einspeisesteckdose. Und diese Einspeisesteckdose wird mit der maximalen Last, die man da anschließen darf, gekennzeichnet.„
Marcus Vietzke verkauft mit seiner Firma indielux Steckersolaranlagen und arbeitet daran, dass ihr Anschluss einfacher wird. Sein Ziel: Ein Mini-PV- Kraftwerk kann in jede in Haushalten übliche Schutzkontaktsteckdose eingestöpselt werden, ohne dass zuvor ein Elektriker kommen und eine neue Steckdose nur für die PV-Anlage gesetzt werden muss. Und trotzdem wird das Schutzniveau der geltenden Norm erreicht. Dazu hat indielux den Energiewächter ersonnen und patentieren lassen. Das Gerät, so groß wie eine Brotdose, sitzt zwischen Wechselrichter und Steckdose. Es sorgt dafür, dass nur so viel Solarstrom ins Hausnetz fließt, wie gerade verbraucht wird.
Deutschlandfunk [Wissenschaftsmagazin: Forschung aktuell], 10. Oktober 2022
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